Swissair 111: Vereint durch Leid

Swissair 111: Vereint durch Leid
Alamy Stock Foto - Maurice Savage

Ein Blick in Hoffnung Heute Nr. 5. Von David Wilkins und Patricia Rosenthal

Der Anruf

»Hast du die Nachrichten gesehen?«

»Nein, heute noch nicht … «

»Ein Flugzeug ist abgestürzt!«, sagte Dan. »Hoffentlich war es nicht das Flugzeug von Monte. Wie war seine Flugnummer?«

Janet und ich waren gerade bei unseren Freunden Jack und Nadine im US-Bundesstaat Washington angekommen, als das Telefon klingelte. Es war unser Schwiegersohn Dan aus San Jose in Kalifornien.

»Was meinst du damit?« Mir war es, als wäre ich von einer Kugel getroffen worden.

»Ein Flugzeug ist auf dem Weg von New York nach Zürich oder Genf abgestürzt. Abflugzeit und -ort passen zu Montes Reiseroute. Darren sah es gerade in den Nachrichten und rief uns an, weil er nicht wusste, wo ihr seid. War das Montes Flugzeug?« In mir kämpften Unglaube und Schock miteinander.

»Jack!«, rief ich unserem Gastgeber zu. »Bitte, schalte schnell CNN ein!« Als er sich zum TV-Set bewegte, fragte ich Janet: »Welchen Flug hatte Monte?«

»Das war Swissair von New York nach Genf.« Sie hatte noch am Abend zuvor seiner zukünftigen Hochschule in Collonges-sous-Salève gleich hinter der französischen Grenze mitgeteilt, dass er mit einem Swissair-Flug ankommen würde.

Ich wandte mich wieder dem Telefon zu. »Wir haben noch nicht die Nachrichten geschaut und wissen die Flugnummer nicht«, sagte ich. »Es könnte Montes Flug gewesen sein.« Die Ruhe in meiner Stimme überraschte mich, denn innerlich fühlte ich mich wie zum Zerplatzen. »Meinst du wirklich, es könnte sein Flugzeug gewesen sein?«

»Ich weiß nicht. Ich habe nur in den Nachrichten gehört, dass es sich um eine Swissair-Maschine mit der Flugnummer 111 handelte, die um 20:18 Uhr von New York startete. Sie war auf dem Weg nach Europa und stürzte bei Nova Scotia ins Meer, irgendwo in der Nähe von Halifax. Es geschah um 22:31 Uhr.«

»O nein!«, stöhnte ich. Ich atmete tief durch und rief meiner Frau zu: »Janet, weißt du nicht doch Montes Flugnummer?«

Sie konnte sich nicht erinnern. Monte hatte drei verschiedene Flüge von Südkalifornien nach Genf. Ich bat Janet, noch mal genau nachzudenken.

»Gestern Abend haben wir ein Formular mit den Fluginformationen an die Schule gefaxt«, sagte sie. Sie schloss ihre Augen, als würde sie versuchen, die Nummer auf dem Papier zu erkennen. »Sie hatte zweimal die eins. An soviel kann ich mich erinnern.«

Mein Herz zitterte. Wenn es zwei waren, vielleicht könnten es auch drei gewesen sein? »Könnte es … könnte es der Flug 111 gewesen sein?«

Wieder vergingen Sekunden …

Eine Reise durch das Leid

Mit dem Ereignis vom 2. September 1998 begann für David Wilkins, einem Augenchirurg aus Kalifornien, eine Reise durch Leid und Schmerz, aber auch ein Abenteuer der Liebe Gottes, die er ganz neu entdecken lernte, und zwar in den Menschen, die dieses große Leid gewollt oder ungewollt mit ihm teilten.

Hoffnung Heute erzählt diese Geschichte und berichtet auch von anderen tiefgreifenden Veränderungen, die Flugzeugabstürze in der Geschichte mit sich brachten, angefangen von der Verbesserung der Technik und der damit verbunden Sicherheit bis hin zu der schwierigen Frage, wie viel Sicherheit nötig und wichtig ist, wenn damit die Freiheit des Einzelnen eingeschränkt wird.

Aber nicht nur technische Themen und die Frage des Leides finden Raum in dieser Ausgabe. Auch andere spannende Themen wie Persönlichkeitsforschung, die Bekehrungsgeschichte von Timo Hoffmann und eine Kindergeschichte über Indianer und den Segen von Gewaltlosigkeit möchten den Leser segnen und an Menschen, die Jesus noch nicht kennen, weitergegeben werden.

Schau doch mal rein!

www.hoffnung-heute.info

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