Gottgegebene Fähigkeiten können zum Segen werden – oder zur Bühne für Selbstdarstellung. Der Text stellt eine unbequeme Frage: Dient unser Einsatz wirklich Gott, oder vor allem unserem eigenen Ansehen? Von Ellen White
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»Methoden mit Showcharakter sind für die Sabbatschule nicht geeignet, Theaterstücke und musikalische Darbietungen kosten wertvolle Zeit, ohne wirklich etwas zu bewirken. Es liegt auch kein Segen darin, mit Kindern Reden für besondere Anlässe einzustudieren, wenn das Ziel ist, sie für Jesus zu gewinnen. Statt Zeit, Geld und Kraft in Aufführungen zu investieren, sollten wir unseren ganzen Einsatz darauf richten, die Ernte einzubringen.« (Fundamentals of Christian Education, 253)
»Ein Evangelist sollte alles vermeiden, was in seinen Veranstaltungen an Theateraufführungen erinnert. Äußerer Showeffekt verleiht der Botschaft keine Kraft.« (Evangelism, 501)
»Unser Erfolg hängt davon ab, dass wir das Werk so schlicht voranbringen wie Jesus – ohne jede Form von Theaterdarstellung.« (Evangelism, 139)
»Jesu Wirken auf dieser Welt ist uns auch darin ein Vorbild, wie wir mit äußerer Zurschaustellung umgehen sollten. Deshalb tun wir gut daran, uns – wie Jesus – so weit wie möglich von allem Theaterhaften und Spektakulären fernzuhalten. Gefühle dürfen nicht mit Glauben verwechselt werden, auch wenn echter Glaube durchaus eine heilige, erhebende und heiligende Wirkung auf die Gefühle hat, weil er geistliches Leben und Heil schenkt.« (Evangelism, 396)
»Wer schlicht, demütig und mit würdevoller Haltung arbeitet und dabei alles Theatralische vermeidet, wird durch seine Arbeit einen bleibenden Eindruck zum Guten hinterlassen.« (Testimonies 9, 109; Zeugnisse 9, 106)
»Ich habe eine Botschaft an alle Verantwortlichen in unserem Werk: Fördert bei den Männern, die für den Dienst ausgebildet werden, nicht den Gedanken, die feierliche, heilige Botschaft müsse im Theaterstil verkündigt werden. Nicht das Geringste an Theatralik gehört in Gottes Werk. Es soll von einer heiligen, himmlischen Atmosphäre geprägt sein. Alles, was mit der Verkündigung der Botschaft für diese Zeit zu tun hat, sollte eine göttliche Handschrift tragen. Wo Theater und Showelemente Raum gewinnen, wird die Heiligkeit der Werkes Schaden nehmen.
Mir wurde gezeigt, dass wir noch vieles erleben werden. Man wird versuchen, fremdartige Vorführungen in Gottes Werk einzuführen. Solchen Dingen sind wir bereits an vielen Orten begegnet. Schon zu Beginn meines Dienstes erhielt ich die klare Botschaft, dass jede Form von Theateraufführung im Rahmen der Verkündigung der gegenwärtigen Wahrheit verhindert werden sollte. Manche Menschen übten auffällige Körperbewegungen ein, weil sie meinten, damit etwas Besonderes zu leisten. Sie versuchten, durch ungewöhnliches Verhalten Aufmerksamkeit zu erregen. Doch mir wurde gezeigt: ›Lasst so etwas nicht zu!‹ Solche Darbietungen, die stark an Theater erinnern, haben in der Verkündigung der feierlichen Botschaft, die uns anvertraut wurde, keinen Platz.
Der Feind beobachtet uns aufmerksam und nutzt jede Gelegenheit, die Wahrheit herabzusetzen. Dazu bringt er entwürdigende Darstellungen hinein. Nichts davon sollte gefördert werden. Die kostbaren Wahrheiten, die uns anvertraut sind, dürfen vielmehr mit Ernst, Würde und heiliger Ehrfurcht verkündigt werden.« (Evangelism, 137, 138)
»Haltet aus diesen Versammlungen alles fern, was an Theater erinnert … Lasst die Lieder nicht nur von einigen wenigen vorgetragen werden. Ermutigt vielmehr alle Anwesenden, mitzusingen! Manche besitzen zwar eine besondere Gabe zum Singen, und manchmal kann eine besondere Botschaft durch einen Solosänger oder eine kleine Gruppe vermittelt werden. Doch der Gesang sollte nur selten allein von wenigen übernommen werden.« (Testimonies 7, 115; vgl. Zeugnisse 7, 112)
»Weltliche Darbietungen oder Theateraufführungen sind für die Gesundheit der Patienten in einem Sanatorium nicht notwendig … Sobald solche Vergnügungen eingeführt werden, verlieren viele die klare Haltung gegenüber dem Theaterbesuch. Die Begründung, dort würden moralisch gute und hochwertige Stücke aufgeführt, beseitig auch die letzten Schutzgrenzen.« (Testimonies 4, 577)
»Wer behauptet, er liebe und verehre das Heilige, sich aber zugleich gedanklich in die Welt der Fantasie, der oberflächlichen und erfundenen Schauspielerei hineinziehen lässt, arbeitet damit an Satans Werk mit. Denn wer solche Dinge betrachtet, verbindet sich innerlich mit ihnen.« (Manuscript Releases 2, 246)
»Ich finde keinen einzigen Hinweis darauf, dass Jesu seine Jünger dazu angeleitet hätte, sich durch Footballspiele und Boxkämpfe fitzuhalten oder bei Theateraufführungen mitzuwirken; und doch war Jesus in allem ihr Vorbild.« (Fundamentals of Christan Education, 229)
»Viele begeben sich auf verzauberten Boden, wenn sie Vergnügungsstätten aufsuchen, an denen sich gefallene Geister versammeln. Christen, die ins Theater [oder Kino] gehen, sollten bedenken, dass Satan dort als eigentlicher ›Regisseur‹ des Geschehens wirkt. Er weckt Leidenschaften und verherrlicht das Böse. Die gesamte Atmosphäre ist von Unmoral geprägt. Auch bei Maskenbällen, Verkleidungs- und Tanzveranstaltungen übernimmt er die Leitung. Selbst das Kartenspiel umgibt er mit seinem Zauber. Überall dort, wo eine Atmosphäre herrscht, in der Menschen ihren Schöpfer vergessen, ist Satan am Werk – ganz gleich unter welchem Gewand er seine Absicht verbirgt.« (Signs of the Times, 18. Mai 1882)
»Kann man Gott verherrlichen, wenn man lernt, als Schauspieler andere Charaktere darzustellen und das Publikum mit Fabeln zu unterhalten? Hat nicht der HERR uns den Verstand gegeben, damit wir seinen Namen verherrlichen, indem wir Jesu Evangelium verkündigen? Wer eine öffentliche Karriere anstrebt, darf sich gerne an eine hohe Aufgabe wagen. Er darf den Menschen in Wirklichkeit helfen, die im Theater nur dargestellt werden. Kommen wir doch zurück in die Wirklichkeit!
Schenken wir unser Mitgefühl denen, die es brauchen, indem wir die Bedrückten tatsächlich aufrichten! Es ist Satans Hauptleidenschaft, den Verstand zu verderben, so dass sich die Menschen nach Schauspiel und Theateraufführungen sehnen. Die Erfahrung und der Charakter derer, die sich in diesem Beruf betätigen, wird der Nahrung entsprechen, die sie ihrem Geist zuführen.
Der HERR hat seine Liebe zur Welt unter Beweis gestellt. In dem, was er tat, war nichts, was fake oder gespielt war. Er gab uns ein erhabenes Geschenk, das fähig war, Erniedrigung, Ablehnung, Schande und Verachtung zu ertragen. Während Menschen Pläne und Methoden ersannen, um ihn zu zerstören, kam der Sohn des unendlichen Gottes in unsere Welt, um zu zeigen, wie das große Werk zur Erlösung und Rettung des Menschen zu tun ist.
Doch heute bemühen sich stolze und ungehorsame Menschen darum, bei ihren Mitmenschen einen großen Namen und hohe Ehre zu erlangen, indem sie ihre von Gott gegebenen Fähigkeiten zur Unterhaltung einsetzen. Das tun sie, anstatt die Menschen aufzurufen, das Lamm Gottes zu betrachten, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.« (Kress Collection, 159)

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