Vorbedingungen für einen friedvollen Tod: Gut sterben

Vorbedingungen für einen friedvollen Tod: Gut sterben
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Emotionen in den Tiefenschichten unseres Seins. Von Pat Arrabito

Lesezeit: 1½ Minuten

Vor einigen Jahren konnte ich den Vortrag eines Palliativmediziners in einem der großen Londoner Krankenhäuser hören. Er sprach über »Gut sterben«, ein Konzept, über das ich nie nachgedacht hatte. Drei Dinge zählte er aus seinen eigenen Beobachtungen auf, die es einem Menschen ermöglichen, »gut« zu sterben. 1) Denen, die ihnen Unrecht taten, müssen sie vergeben haben. 2) Die, denen sie Unrecht taten, müssen ihnen vergeben haben, und 3) außerdem brauchen sie noch eine dankbare Grundhaltung.

John Wesley, der Gründer des Methodismus, glaubte, dass man gut leben muss, um gut zu sterben. Methodisten erlangten den Ruf, »gut« zu sterben, und Wesley veröffentlichte regelmäßig Berichte vom Sterbebett, um die Gemeinde zu ermutigen. Über den Tod von William Green, einem Mann mit unerschütterlichem Gottvertrauen, schrieb Wesley: »Er starb, wie er gelebt hatte, in der vollen Glaubensgewissheit und pries Gott mit seinem letzten Atemzug.« Über eine andere Gläubige sagte er: »Sie war eine Glaubens- und Gebetsfrau; im Leben und im Tod machte sie Gott, ihrem Retter, alle Ehre.«

Wesley ermutigte die Gläubigen, über ihr Lebensende nachzudenken, ihre Stellung vor Gott zu prüfen und Frieden mit ihm zu schließen.

Welche Religion predige ich? Ich predige die Religion der Liebe; das Gesetz der Freundlichkeit, das das Evangelium beleuchtet. Und wozu soll das gut sein? Damit alle, die es annehmen, sich an Gott und sich selbst erfreuen: Damit sie Gott gleich werden, alle Menschen lieben, zufrieden sind in ihrem Leben, und vor ihrem Tod in ruhiger Gewissheit ausrufen: »O Grab, wo ist dein Sieg! Gott sei Dank, der mir den Sieg gibt durch meinen Herrn Jesus Christus.« (An Earnest Appeal to Men of Reason and Religion)

Ich habe kürzlich eine wertvolle Freundin verloren. Sie schlief ein zu den Worten aus Psalm 23, die ihr ihr Mann vorlas: »Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal …« Ja, das Leben ist zerbrechlich; du und ich haben keine Garantie für morgen, weder für uns selbst noch für unsere Lieben. Aber wir können dem Tod begegnen wie John Wesleys Freunde: mit Frieden und Zuversicht, als Empfänger und Spender von Vergebung, voller Dankbarkeit und mit Hoffnung aufs ewige Leben.

Jesus kommt.

Pat Arrabito

Von www.lltproductions.org (Lux Lucet in Tenebris), Rundbrief Mai 2022.

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