Im Dienst für Gott stetig voran: Gesund werden, gesund bleiben

Im Dienst für Gott stetig voran: Gesund werden, gesund bleiben
Adobe Stock – Stefan

»Hoffnungsvoll Leben« bringt Hoffnung. Von Heidi Kohl

Nun liegen wieder ereignisreiche Wochen hinter mir und ich möchte euch gerne teilhaben lassen an allen schönen Erfahrungen, die ich machen durfte. Gott ist so gut! Er hat es im Herbst so wunderbar gelenkt, dass mein Buch Gesund werden – gesund bleiben neu gedruckt werden konnte. Schon vor einem Jahr trat ein Bruder mit der Bitte an mich heran, das Buch doch mit einer geringeren Anzahl neu aufzulegen. Der Verkauf war durch die Coronakrise völlig eingeschlafen und ich hatte ohnedies nur mehr ein paar Exemplare. So holte ich Angebote von Druckereien ein und musste feststellen, dass der Preis bei einer geringen Auflage einfach zu hoch ist. Also ließ ich es sein. Doch Gott hatte etwas anderes vor.

Die Wende

Die Praxiswoche im vergangenen Oktober brachte die Wende. Eine Schwester, die mit ihrem Mann einen größeren Betrieb führt, kam plötzlich auf mich zu und wollte eine größere Menge der Bücher bestellen. Sie machte dann auf unserer Telegramseite Werbung für das Buch und ich hatte angekündigt, dass ich das Buch bei einer Abnahme von 10 Stück um den Herstellungspreis weitergeben würde. Innerhalb von zwei Wochen waren die 1000 Stück im Vorverkauf vergeben. Nun kamen mir viele Fragen in den Sinn: Würde das Buch rechtzeitig vor Weihnachten fertig? Wer bringt die Bücher von der Südsteiermark zu mir nach St. Gallen, es könnte ja schon Schnee sein? Wie kann ich die 1000 Bücher kostengünstig versenden? Wie schaffe ich das alles?

So brachte ich all meine Fragen und Sorgen zum HERRN mit dem Eingeständnis: »HERR, ich vermag es nicht, ich kann’s nur in deine Hände legen.« Nach diesem Gebet hatte ich völligen Frieden in mir und gab der Druckerei den Auftrag mit der Bitte, die Bücher bis Anfang Dezember zu liefern.

Gesundheitsgäste

In der Zwischenzeit hatte ich bei mir im Haus einige Gesundheitsprogramme laufen und Gäste, denen ich in ihren Gesundheitsproblemen helfen konnte. An das Buch dachte ich nur mehr selten. Ein deutsches Ehepaar war bis Anfang Dezember hier. Es war Dienstag und sie wollten am Donnerstag abreisen, als um 17 Uhr ein Anruf von der Druckerei kam, mit der Mitteilung, dass die Bücher abgeholt werden konnten.

Der Preis

Vor dieser Zeit, das war Ende Oktober traf ich mich mit dem Bauherrn, um die Abrechnung von meinem Zubau durchzuführen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung, ob ich überhaupt mit den Finanzen durchkommen würde, und ob ich das Buch überhaupt würde finanzieren können. Dann machte ich eine wunderbare Gebetserfahrung. Ich legte alles in Gottes Hände und vertraute ihm zu 100%, dass er für das finanzielle Problem eine Lösung hatte. In völliger Ruhe ging ich in das Gespräch mit dem Bauherrn. Es waren spannende Momente, als ich ihm gegenübersaß und wir die Finanzen besprachen. Er jammerte ununterbrochen, dass alles so teuer geworden sei usw. Ich blieb völlig ruhig, sagte kein Wort und vertraute auf die Führung des HERRN. Nach einer langen Jammerei legte er die Rechnung auf den Tisch und siehe da, es war genauso viel, dass die 7.000 € von meinen Geldreserven für das Buch übrig blieben. Ich jubelte innerlich und dankte dem HERRN für seine
Güte.

Als Zugabe konnte ich noch ein langes Glaubensgespräch mit dem Bauherrn führen und Zeugnis geben. Er stellte viele Fragen, z.B. warum ich Adventist geworden bin, wer die Adventisten sind und seit wann es sie gibt, was ich von den Zeugen Jehovas halte und wie das mit den Juden ist, ob die noch eine Rolle im Heilsgeschehen spielen würden. Ich möchte noch erwähnen, dass dieser Mann eine leitende Funktion in der katholischen Kirche in St. Gallen innehat und wir bereits ein Jahr lang einige Male Gelegenheit zu Glaubensgesprächen hatten.

Der Versand

Die Erfahrung mit den Finanzen lag gerade hinter mir, schon kamen die nächsten Fragen auf mich zu: Wie würde das mit dem Transport und dem Versand weitergehen? Was mache ich mit den vielen Büchern, wo lagere ich sie ein? Auch hier hatte der HERR schon lange vorgesorgt und ich durfte zuschauen, wie alles wie am Schnürchen ablief. Die Geschwister, die am Donnerstag abreisen wollten, fuhren mit mir Mittwoch früh mit dem Anhänger in die Südsteiermark und wir luden die Bücher auf und waren zum Mittagessen wieder zurück. Alles ging ruckzuck. Außerdem nahm der Bruder 1/3 der Bücher nach Deutschland mit, um sie von dort zu einem günstigen Versandpreis aufzugeben. Dann wurden ein paar Tage später 200 Bücher von einer Spedition abgeholt, einen Teil brachte ich selbst zur Post und den Rest nahm ich Mitte Dezember nach Bogenhofen mit und gab sie in Deutschland auf. Noch vor Weihnachten waren alle Bücher verschickt und bis Ende des Jahres bezahlt. Da kann man wirklich nur staunen, wie Gott alles so unglaublich geführt und gelenkt hat.

Unterricht in Bogenhofen

Im vergangenen Herbst bekam ich eine Anfrage von der Leitung der School of Education (SOE) aus Bogenhofen, ob ich mir vorstellen könnte, in der SOE Ernährungslehre zu unterrichten. Ich antwortete: »Da seid ihr bei mir an der falschen Adresse, denn ich unterrichte nicht die normale Ernährungslehre mit Formeln und Zahlen. Der Inhalt meiner Vorträge hat die Bibel zur Grundlage, die Naturgesetze, den Geist der Weissagung und die Wissenschaft.« Darauf antwortete mir die Leiterin: »Ja, genau das wollen wir.« Ich war sprachlos. Nun hieß es, mich auf einen dreiwöchigen Unterricht mit sechs Kochkursen vorzubereiten. Das war eine Arbeit von mehreren Wochen. Zu meiner großen Freude war Bea von SeedOfTruth bereit, mir bei den Kochkursen in Bogenhofen zu helfen.

Beas Zeugnis

Gleich am ersten Unterrichtstag, das war im Februar, als ich mich den Studenten vorgestellt hatte, bat ich auch Bea, ihr Zeugnis zu erzählen. Das hatte dann zur Folge, dass Bea am übernächsten Morgen vor der gesamten Schule ihr Zeugnis erzählen sollte. Der Leiter, Bruder Gehring, bedankte sich anschließend persönlich bei Bea und erzählte ihr, dass es auf der Schule gerade ein Suchtproblem gegeben habe, und dieser Schüler den Campus verlassen musste. Bea erzählte von ihrer Vergangenheit, von ihrer Zeit auf der Reeperbahn in Hamburg, dass sie dort aufgewachsen sei und ihre Mutter eine Nobelhure und ihr Vater ein Zuhälter waren. Schon von klein auf lebte sie in einer Marihuana- und Kokainwelt und wurde später ebenfalls abhängig. Nach einigen Jahren dieser schrecklichen Abhängigkeit, wollte sie Schluss mit den Drogen machen. Aber so einfach war das dann doch nicht. Sie wurde immer wieder rückfällig und beschrieb drastisch, wie sie gegen die Sucht ankämpfte – bis Jesus in ihr Leben trat. Er befreite sie aus diesem Elend. Nun ist sie schon viele Jahre gläubig, frei von Drogen und arbeitet vollzeitig für Gott.

Nach ihrem Zeugnis kamen viele Mädchen auf sie zu und bedankten sich für ihre ehrlichen Worte. So hat Gott unsere Zeit in Bogenhofen wunderbar gesegnet. Die Studenten der School of Education (SOE) waren mit voller Begeisterung beim Unterricht und den Kochkursen dabei. Ich lernte ihnen Vollkornbrot backen und zeigte, wie man die Ernährung im Säure-Basen-Gleichgewicht zusammenstellt, und Menüs aus Getreide, Samen, Nüssen, Gemüse und Hülsenfrüchten kocht. Nun möchte ich dem HERRN von ganzem Herzen danken, dass er mich als schwaches Werkzeug noch immer gebraucht, und dass alles so gut gelungen ist. Ihm gebührt alle Ehre!

Ausbildung zum Gesundheitsmissionar

Auch für den neuen Ausbildungslehrgang, der am 4. Juni beginnen wird, sind bereits über 40 Anmeldungen eingegangen und ich musste wieder einige auf das nächste Jahr vertrösten. Ich bin Gott so dankbar, dass nun wieder viele Gesundheitsmissionare ihren Abschluss im April machen werden. Einige von ihnen haben bereits Vorträge gehalten und wirken in ihrem Umfeld. Sie machen wertvolle Erfahrungen und geben ihre Kenntnisse weiter. Ich könnte noch viel mehr berichten, aber möchte nun mit einem Text aus Jesaja schließen:

»Brich dem Hungrigen dein Brot und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut. Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird rasch voranschreiten und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen. Dann wirst du rufen, und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist wird er sagen: Siehe, hier bin ich.« (Jesaja 58,7-9)

So ist unser Gott!! Mit ganz lieben Maranathagrüßen und Segenswünschen

Eure Heidi

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Rundbrief Nr. 9, März 2023, HOFFNUNGSVOLL LEBEN, Kräuter- und Kochwerkstatt, Gesundheitsschule, 8933 St. Gallen, Steinberg 54, heidi.kohl@gmx.at , hoffnungsvoll-leben.at, Mobil: +43 664 3944733

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