Drei Fragen, die ein Leben verändern können: Wie junge Menschen lernen, Gottes Ruf zu erkennen und ihm zu folgen

Junge Studentin mit Bibel und Notizbuch an einer Weggabelung auf einem ländlichen College-Campus, warmes Morgenlicht, hoffnungsvolle und authentische Bildsprache, ohne Text oder Logos.
KI-generiertes Symbolbild: Nano Banana/Adobe Stock

Was möchtest du aus deinem Leben machen? Am Hartland College lernen junge Menschen nicht nur, wie sie anderen von Jesus erzählen können. Sie lernen, ihr eigenes Leben bewusst unter Gottes Führung zu stellen – ausgehend von drei einfachen, aber tiefgehenden Fragen: Wer bin ich? Wer möchte ich werden? Und wie werde ich zu diesem Menschen? Von Norbert Restrepo jr.

Lesezeit: 4 Minuten

Einer unserer Bibellehrer, Pastor Armando Lopez, hat mir kürzlich dieses Erlebnis erzählt:
»Neulich traf ich im Fitnessstudio eine junge Frau, die ich schon etwas näher kenne. Ich hatte sie eine Weile nicht gesehen und fragte sie, wie es ihr geht. Sie erzählte mir, dass sie zwar gerade arbeitet, sich aber nicht sicher ist, ob sie diesen Beruf auch langfristig ausüben will.
Ich erzählte ihr von einem Kurs, den wir am Hartland College anbieten, und stellte ihr drei Fragen daraus. Ihre Reaktion hat mich erstaunt: ›Wow, den Kurs möchte ich besuchen. Genau das brauch ich. Diese Art von Hilfe und Orientierung. Kann ich daran teilnehmen?‹
Sie ist keine Studentin hier – nicht einmal Adventistin. Und doch haben diese Fragen bei ihr genau das ausgelöst, was sie jeden Sommer bei unseren Studenten auslösen: eine Saite wird im Herzen zum Schwingen gebracht – eine Sehnsucht, die Menschen haben, selbst wenn sie sie bisher noch gar nicht in Worte fassen konnten.«

Genau um diese Sehnsucht ging es in diesem Sommer.

Auf dem Campus des Hartland College herrschte in den vergangenen Wochen reges Leben durch die alljährliche Summer Outreach Training School: zehn Wochen, fast 160 Stunden Unterricht und eine Gruppe junger Menschen, die ganz in die praktische Arbeit des Dienstes eingetaucht sind – nicht nur als Lernerfahrung, sondern als unmittelbares persönliches Erlebnis. Sie haben Predigten gehalten, in unserem Jugendcamp Bibelstunden im kleinen Kreis geleitet und ganz praktisch gelernt, wie man Menschen anhand der Bibel auf ihrem Weg zu einer Entscheidung für Jesus begleitet. Unterrichtet wurden sie dabei von so bekannten Namen wie Pastor Mark Finley und seiner Frau Teenie sowie Pastor Scott Griswold und seiner Frau Julie und anderen mehr.
Das Feedback dieses Sommers war großartig. Studenten im ersten Studienjahr, die anfangs noch unsicher waren, erhielten echte Möglichkeiten zu predigen, mit Menschen zu beten und Verantwortung zu übernehmen – begleitet von Pastoren und Lehrern, die seit Jahrzehnten in diesem Dienst tätig sind. Sie halfen den Studenten, Menschen mit Jesu Augen zu sehen, göttliche Gelegenheiten zu erkennen, bedeutungsvolle Beziehungen aufzubauen und eine tiefe Sehnsucht danach zu entwickeln, Menschen für Jesus zu gewinnen.

Die drei Fragen, die Pastor Lopez der jungen Frau stellte, stammen aus dem Life Purpose Project:
Wer bin ich?

Wer möchte ich werden?

Wie werde ich zu diesem Menschen?

Es macht Sinn, diese Fragen in dieser Reihenfolge zu beantwortenn. Denn man kann nicht auf eine zukünftige Version seiner selbst hinarbeiten, die man sich nie ehrlich vorgestellt hat. Und man kann keinen Weg planen, wenn man sich noch kein Ziel ausgesucht hat.

In diesem Sommer beantwortete eine Studentin die Frage »Wer möchte ich werden?« und malte sich dabei ein Bild ihres Lebens in zehn Jahren aus: Sie leitet gemeinsam mit ihrem Mann auf einer Missionsreise den Lobpreis. Sie lässt ihre eigenen Lieder und ihr persönliches Zeugnis in die Predigt einfließen, während junge Menschen sichtlich bewegt zuhören. Am Nachmittag geht sie gemeinsam mit den Jugendlichen in ein Seniorenheim, um dort für die Bewohner zu singen. Am Abend gibt sie einen Workshop über das Schreiben von Liedern und erlebt mit, wie die Studenten Feuer fangen fürs Komponieren eigener geistlicher Musik. Sie schrieb, dass die Teilnehmer den Workshop »inspiriert und begeistert verlassen. Sie wollen Gottes Werkzeuge sein«.

Genau das bewirkt dieses Programm. Es fordert die Studenten nicht einfach dazu auf, zu träumen. Es gibt ihnen vielmehr die Werkzeuge an die Hand, mit denen sie ihren Traum so konkret formulieren, dass sie tatsächlich darauf hinarbeiten können.

Wenn du dir noch nie die Zeit genommen hast, diese drei Fragen für dich selbst zu beantworten, möchte ich dich dazu einladen. Nicht als bloße Übung, sondern als etwas, das es wert ist, ernst genommen zu werden.

Wir sind dankbar, miterleben zu dürfen, wie Gott in diesem Sommer unsere Studenten geprägt hat, und wollten euch einen kleinen Einblick geben. Bitte betet dafür, dass alle unsere Studenten Gottes Führung für ihr Leben erkennen und die Kraft erhalten, seiner Leitung zu folgen.

In seinem Dienst
Norbert Restrepo

Präsident
Hartland College

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