Gesundheitsmission in Krisenzeiten: Großes Interesse an Onlineausbildung

Gesundheitsmission in Krisenzeiten: Großes Interesse an Onlineausbildung
Heidi Kohl

Gott schenkt Kraft für jeden Schritt. Von Heidi Kohl

Es war schon ein bewegender Moment, als am 14. Juli 2022 zehn junge Menschen und ein Erwachsener ins Wasser stiegen, um ihren Bund mit Jesus zu besiegeln. Dieser Tag bleibt für viele unvergessen. Viele beeindruckende Zeugnisse zeigten, welche Auswirkung echte adventistische Erziehung hat. Etliche der jungen Menschen kamen aus Heimschulfamilien bzw. gingen in adventistische Schulen, deren Erziehungsprinzipien mit denen der Eltern übereinstimmten. Die Jugendlichen waren in den Lehren der Bibel gefestigt, konnten ihren Glauben an Gott harmonisch entwickeln und brachten dies auch in ihrem persönlichen Zeugnis zum Ausdruck. Sie bezeugten ihre Liebe zu Jesus, den sie von klein auf kannten und mit dem sie nun leben wollten. Ihre Herzen blieben vom Schmutz der Sünde und der Welt verschont. Jeder Täufling bekundete, nur ein Leben mit Jesus führen zu wollen. An diesem Tag floss so manche Träne, so bewegend waren die Zeugnisse der Jugendlichen. Unter diesen 10 Jugendlichen befand sich auch meine Enkeltochter Hanna.

Die Taufe fand mitten in der Natur statt, in der Nähe von Mariazell, auf dem Grundstück der Familie Mikan. Zu diesem Anlass war in mühevoller Arbeit ein eigenes Taufbecken ausgehoben worden, das zu einem wunderschönen, kleinen Naturteich wurde. Prediger aus Bogenhofen und Tschechien und zwei Familienväter und Älteste führten die Taufhandlungen durch. Es waren ca. 200 Personen anwesend. Aus nah und fern waren Verwandte, Geschwister und Freunde angereist. Es wurde viel gesungen, musiziert und auch das Wort Gottes verkündigt. Dabei blieb fast kein Auge trocken, denn es waren bewegende Momente, und es schien, als wäre der Himmel auf die Erde herabgekommen.

Ausbildung zum Gesundheitsmissionar

Doch nun Blick zurück in den Mai: Ende Mai begann die zweite Onlineausbildung zum Gesundheitsmissionar. Niemals hätte ich mir träumen lassen, dass so etwas möglich wäre. Im Jahr zuvor, als ich mit der Online-Gesundheitsausbildung begann, hatte es anfangs vier Interessenten gegeben, die Ende Mai mit der Ausbildung beginnen wollten. Dann fingen tatsächlich 12 Personen an, und zwei Wochen später waren es bereits 20 Teilnehmer. Im Herbst mussten wir mit einem neuen Lehrgang beginnen, weil so viele Anmeldungen dazukamen. Es hatte sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen; ein regelrechter Boom hatte eingesetzt. Für viele Personen schien es eine wunderbare Möglichkeit zu sein, diese wertvolle Ausbildung zu absolvieren, da sie nur für jeweils zwei Praxiswochen an einen anderen Ort fahren mussten. So hat die Coronakrise auch Gutes hervorgebracht. Viele sehnten sich danach, mehr über die Gesundheit zu lernen, und entwickelten ein neues Bewusstsein für die Gesundheitsmission. So begann der Online-Kurs in diesem Jahr mit 40 Teilnehmern; mehr konnten wir nicht aufnehmen. Wir mussten sogar 10 Personen auf das nächste Jahr vertrösten, für das wir nun bereits 20 Anmeldungen haben.
Möge der Herr weiterhin diese Ausbildung segnen und mir die Gesundheit und Kraft dazu schenken. Eine große Herausforderung sollten dann die 4 Praxiswochen im Herbst werden, die wir in Tschechien bei SeedOfTruth durchführen wollten.

Gesundheitsarbeit

Gott schenkte noch andere wunderbare Erfahrungen: Im Mai wollten wir beim Spar in Weyer eine Gesundheitsexpo abhalten, an der sehr viele Geschwister und Jugendliche unserer Gemeinde mitarbeiten sollten, aber auch erfahrene Geschwister aus anderen Gemeinden. Durch Gottes Gnade konnte diese Expo durchgeführt werden und der Herr schenkte uns schönes Wetter. Viele Menschen aus der Umgebung kamen, um ihre Gesundheit testen zu lassen. Als Nachfolgeveranstaltung gab es Gesundheitsvorträge und einen Kochkurs.

Nachbarschaftshilfe

Meine Nachbarin litt unter extremen Schmerzzuständen als Folge der Coronaimpfung. Ich schenkte ihr zu Weihnachten mein Gesundheitsbuch, das sie regelrecht verschlang. Sie stellte ihre Ernährung um und fing an, jeden Tag eine Stunde zu walken und ausreichend Wasser zu trinken. Innerhalb kürzester Zeit war sie schmerzfrei. Sie bezeichnet mich als Lebensretterin und posaunt das überall hinaus.

Große Veränderungen

Kurz vor Schulbeginn bekam meine Familie von der Behörde die Mitteilung, dass meine Enkel Hanna (13) und Rahel (10) in die öffentliche Schule gehen müssten, da die Gemeindeschule, in die sie bis dahin gingen, die Anmeldefrist versäumt hatte. Nun war guter Rat teuer. Alle hatten sich schon auf die öffentliche Schule eingestellt. Sie wollten unbedingt in St. Gallen bleiben, auch schon deshalb, um mich nicht allein zu lassen. Nun sprach ich ein Machtwort: »Auf mich müsse niemand Rücksicht nehmen, die Kinder haben Priorität«, war meine klare Ansage. Auch bekundete ich, dass 90% der gläubigen Kinder, die an die öffentliche Schule gehen, die Gemeinde verlassen. Da sich als einzige Alternative Bogenhofen als Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht anbot, mussten meine Kinder nun eine Wohnung suchen und dorthin übersiedeln, just zwei Tage vor Schulbeginn und meiner Abreise nach Tschechien zu den Praxiswochen. Das waren schon sehr aufregende und herausfordernde Tage des Gebets und des Suchens nach Lösungen.

Praxiswochen in Tschechien

Vier Wochen sollte ich nun meinen Wohnort, meine Familie und meinen Garten verlassen. Das bedeutete eine große Herausforderung für mich und meine Gesundheit. Ich ging diese Schritte im Glauben und vertraute meinem Heiland. Allein das Herrichten und Packen aller Utensilien für den Unterricht stellte eine Riesenarbeit dar. Ich investierte all meine Zeit dafür, listete alles auf und führte ein straffes Zeitmanagement durch. Dann musste ich die zweistündige Fahrt nach Graz antreten, um alle wichtigen Utensilien für die Salben- und Seifenherstellung zu besorgen. Außerdem hatte ich vor, alle Gottes-Plan-Hefte selbst zu drucken. Dazu benötigte ich zwei Tage. Der Herr schenkte es, dass ich bei Geschwistern übernachten konnte. Für das Packen des Autos benötigte ich mehrere Stunden, es durfte ja nichts vergessen werden. Ständig betete ich um Kraft und Weisheit dafür.

Dann ging es am 11. September ab nach Tschechien. Vier Gruppen waren auszubilden und die unterschiedlichsten Menschen aus allen Teilen Deutschlands und Österreichs reisten an. Es waren herausfordernde Wochen, aber eine Freude, die nur der kennt, der Christus voll und ganz vertraut und ihm nachfolgt. Ich erlebte eine Bereicherung für mein Leben, die ich nicht missen möchte. Allein die vielen Zeugnisse, Vorträge und Andachten der Teilnehmer, brachten mich ins Staunen. Ich bin so dankbar, dass ich auch Zeit für Gespräche hatte. Etliche Leidende befanden sich unter den Teilnehmern, denen wir mit natürlichen Heilmitteln helfen konnten. So legten wir Basenstrümpfe wie auch einige Wickel und Kompressen an und führten Wasseranwendungen und Massagen durch. Diese Wochen waren reich gesegnet. Bea und Sandra verführten alle mit ihren gesunden Köstlichkeiten für Auge und Gaumen. Patrick betreute die männlichen Teilnehmer und lehrte sie Massage und Wasseranwendungen.

Gott greift ein

Nun liegen die vier Wochen hinter mir und endeten leider mit einem Zusammenbruch, da ich mich beim Auspacken der Sachen zuhause übernommen hatte. Mein Herzrhythmus entgleiste wieder einmal und ich betete und flehte zum Herrn um Hilfe. Ich nahm Gerstengrassaftpulver ein, führte mein Notfallprogramm durch, betete und wartete. Der Herr erhörte sofort mein Gebet und der Herzrhythmus wurde innerhalb von 15 Minuten wieder normal. Sonst lag ich oft viele Stunden in diesem Zustand zuhause oder musste auf die Intensivstation. So gebe ich nun wirklich Ruhe und muss lernen, alle Arbeiten liegen zu lassen, um mich zu erholen. Gott ist so gut und zwingt zur Pause, wenn wir nicht auf ihn und unseren Körper hören.

Ein herrlicher Auftrag

Zum Abschluss möchte ich noch von einer Schwester erzählen, die im April die Ausbildung zum Gesundheitsmissionar erfolgreich abgeschlossen hatte. Sie hält bereits Vorträge in ihrer Gemeinde und die Teilnehmer zeigen großes Interesse an den Gottes-Plan-Heften. Ja, so darf ich weiter im Werk Gottes dienen und dazu beitragen, dass Christus in der missionarischen Gesundheitsarbeit verherrlicht wird. Ihm gebührt alle Ehre, denn er möchte unser Arzt sein, möchte Menschenleben vor dem Tod retten, die Kranken segnen und heilen und auf sein nahes Kommen aufmerksam machen. Diesen Auftrag hat er an uns, seinen Nachfolger, gegeben. Gott sei Dank dafür!

Mit lieben Maranathagrüßen und Gottes Segen,
Eure Heidi

Rundbrief Nr. 92 vom 13. Oktober 2022, HOFFNUNGSVOLL LEBEN, Kräuter und Kochwerkstatt – Gesundheitsschule, 8933 St. Gallen, Steinberg 54, Mobil: +43 (0)664 3944733, heidi.kohl@gmx.at , www.hoffnungsvoll-leben.at

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